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„Private treiben das öffentliche Bildungssystem an“


Ursula Weidenfeld redet über „Versuchungen im Liberalismus“
Ursula Weidenfeld redet über „Versuchungen im Liberalismus“
Zuvor hatte die Trägerin des Karl-Hermann-Flach-Preises die Versuchungen des modernen Liberalismus wie den Hedonismus und den modernen Paternalismus gegeißelt. Solche Strömungen könnten dem Liberalismus schaden. Deshalb müsse er sich in seinem Wertekern neu begründen – mit Innovation und Wettbewerb, Fortschritt und Respekt. 


Zur Rede der Wirtschaftsjournalisten waren im November wieder zahlreiche Gäste ins Forschungskolleg in Bad Homburg gekommen. Die Geschäftsführerin vom Kooperationspartner Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt, Iris Helene Koban, wies bei der Begrüßung erfreut darauf hin, dass dies bereits der 8. Vortrag der beliebten Liberalismusreihe sei. 


Die Ausführungen der Gastrednerin mündeten in einen ausgiebigen Gedankenaustausch mit Moderator Dr. Christoph von Marschall vom „Tagesspiegel“ und dem Publikum über all das, was zum Liberalismus passt. Von Marschall konstatierte: „Veränderungsbereitschaft gehört zum Gencode des Liberalismus“. Dem stimmte die Gastrednerin uneingeschränkt zu. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg sei die Haltung der damals agierenden Liberalen gewesen: „Wir machen es jetzt anders“. Was die Journalistin unter anders versteht, verdeutlichte sie an zahlreichen Beispielen für misslungene Interventionen des Staates. Eingriffe in den Staat seien alles andere als hilfreich. Versuche, den Wettbewerb zu mildern, wie im Bergbau und der Landwirtschaft geschehen, funktionierten nicht.


Ursula Weidenfeld im Gespräch mit Christoph von Marschall
Ursula Weidenfeld im Gespräch mit Christoph von Marschall
Dagegen täten der Gesellschaft Innovation und Privatisierung gut. Private Schulen beispielsweise machten zwar auch viele Fehler, „aber sie treiben das öffentliche Bildungssystem an“. Besonders nachdenklich zeigte sich Ursula Weidenfeld beim Thema Digitalisierung. Es stelle sich die Frage, wie sich die Gesellschaft darauf einstelle und damit auseinandersetze. Dies sei die Stunde der Liberalen, ihre Haltung zu diesem Thema zu artikulieren und die Freiheit hochzuhalten, denn die positiven Auswirkungen dieser Entwicklung seien erst viel später zu sehen und zu spüren.

letzte Änderung: 19.11.2015


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